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FC Dießfurt setzt auf Ehrenamtliche

Die Mitglieder des FC Dießfurt wählten in der Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand. Dabei gab es eine Überraschung - die eigentlich gar keine war.

Das bisherige Vereinsspitze stellte sich fast komplett für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Ebenso erfreulich wie die Wahl fielen die Berichte zum vergangenen Jahr aus. Ausführlich ging zweiter Vorsitzender Tobias Hösl auf die zahlreichen Veranstaltungen, Termine und die Arbeit ein. Mit dem zurückliegenden Jahr könne man rundum zufrieden sein, denn sowohl die sportlichen als auch und gesellschaftlichen Aktivitäten fallen sehr positiv aus. Dank vieler vieler Mitglieder und des Sportheimteams standen wieder die obligatorischen Veranstaltungen Schlachtschüssel-, Kirchweih- und Wildessen sowie Oktoberfest im Jahresprogramm. Auf die fleißigen Helfer sei der FC-Vorstand besonders stolz, denn "ohne ehrenamtliche Helfer und treue Mitglieder könnte der Verein nicht mehr existieren".

Vor allem die Organisation des Vereinsjubiläum zum 70-jährigen Bestehen habe gezeigt, wie wichtig es sei, in einem Verein mitzuwirken, betonte Hösl. Der Kommersabend mit über 110 Gästen habe gezeigt, dass 70 Jahre Vereinsbestehen nur durch das Engagement von Helfern, Sponsoren, Vereinsmitgliedern, Sportlern und Gönnern des FC möglich wurden.

Von Erfolg gekrönt war auch die elfte Beach-Party, bei der es am Vorabend zum ersten Mal eine 90er-Party gab. Beides findet heuer wieder statt. Ein Hauch von Bella Italia breitete sich rund ums Sportheim beim "Italienischen Abend". Dank der Dießfurter Frauen gab es wieder einen Kinderfasching im Sportheim. Aus dem Erlös sowie sowie Spenden vom FC und der Familie Arnold wurde an "Spina Bifida e.V." eine Spende von 550 Euro überreicht. Für alle Mitarbeiter gab es ein Helferfest. Der Verein beschenkte 25 Mitgliedern an Geburtstagen und zu Ehejubiläen. Die FC-Fahne war bei mehreren Anlässen präsent gewesen. Hierbei dankte Hösl bei Anton Brüderer, der sich um die Fahnenabordnung kümmert.

"Im sportlichen Bereich kann man mehr als zufrieden sein", fuhr Hösl weiter. Die Senioren-Mannschaften hätten gezeigt, was durch Kameradschaft und Kampfgeist erreicht werden könne. Stolz sei man, dass immer noch eine 2. Mannschaft gestellt und so die 1. Mannschaft unterstützen werden könne. Die "Erste" schaffte dadurch den Klassenerhalt in der Kreisliga-Nord. Die zweite Mannschaft habe mit tollen Spielen und Ergebnissen gezeigt, was in ihr stecke.

Für den Jugendbereich gab Hösl bekannt, dass die JFG Haidenaabtal aufgelöst und eine Spielgemeinschaft mit den Vereinen SV Grafenwöhr und TSV Pressath gebildet hat. Die Alte-Herren (AH)-Mannschaft besteht durch den Zusammenschluss mit Grafenwöhr weiter, obwohl es an Spielern mangele. Markus Brüderer und Alexander Arnold hatten in den letzten Jahren die Organisation der AH übernommen.

Wichtig für den Verein seien auch die Gymnastik- und Stepp-Aerobic-Gruppe unter Leitung von Cornelia Holzer und Birgit Fahrnbauer. Durch das Engagement von Christian Neumann und Stefan Tauber habe sich die Dart-Mannschaft nach dem Aufstieg in der Bezirksliga etabliert. Kassier Siegbert Brüderer informierte die Mitglieder anschließend über Einnahmen und Ausgaben und präsentierte eine solide Finanzlage des Sportvereins. Revisor Gottfried Häupl bescheinigte eine tadellose Buchführung.

Nach der einstimmigen Entlastung ergaben die Neuwahlen unter Leitung von zweitem Bürgermeister Max Schwärzer folgendes Ergebnis: Vorsitzender Norbert Flessa, zweiter Vorsitzender Tobias Hösl, dritter Vorsitzender Reinhart Wiesent (neu), Hauptkassier Andreas Brüderer (neu), stellvertretender Kassier Siegbert Brüderer, Schriftführerin Kathrin Schmid, Abteilungsleiter Fußball Henry Schraml, Jugendleiter Philipp Lorenz, Abteilungsleiter Dart Christian Neumann (neu), Abteilungsleiterin Turnen Cornelia Holzer, Beiräte Anton Brüderer, Harald Schmid, Beisitzer Stefan Kallmeier, Markus Brüderer, Helmut Gilch, Andreas Stilp, Dominik Brüderer, Manfred Stemmer, Jens Marshall, Alexandra Schick.

Besonderen Applaus gab es für Siegbert Brüderer, der sich seit 1986 vorbildlich um die Finanzen des FC kümmert. Florian Eckert stellten sich spontan für das Amt des Kassenprüfers sowie Marco Eckert als zweiter Platzkassier zur Verfügung.


In 70 Jahren Vorbildliches geleistet - großer Kommersabend mit Ehrungen

Kommersabend

Mit einem informativen Festabend eröffnete der Fußball-Clubs Dießfurt seine Feierlichkeiten anlässlich seines 70jährigen Bestehens. Der Festkommers verlief mit Grußworten, Festreden und Ehrungen in einem feierlichen Rahmen.

Der vereinsinterne Höhepunkt zur 70-Jahr-Feier des Fußball-Clubs war in erster Linie den langjährigen und treuen Mitgliedern gewidmet. Viele von ihnen waren einst aktive Fußballer und haben durch herausragende Leistungen als Spieler oder Funktionär dazu beigetragen, was der Verein heute darstellt. Neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern fand sich am vergangenen Freitag auch Prominenz aus Sport, Wirtschaft, Politik und Vereinen im Sportheim ein, um den "Geburtstag" des Dießfurter Fußball-Clubs mitzufeiern. Ein würdiger Rahmen für ein Ergebnis, dem in der Geschichte des FC und der ehemaligen Gemeinde Dießfurt ein hoher Stellenwert eingeräumt werden muss.

Zweiter Vorsitzender Tobias Hösl hieß zunächst alle Anwesenden, Mitglieder und Freunde des FC Dießfurt herzlich willkommen. Ganz besonders begrüßte er die Gründungs- und Ehrenmitglieder Dagmar Flessa, Josef Holzer, Josef Kellner, Xaver Kellner, Max Lorenz, Josef Römisch und Hans Schäffler, die Ehrenvorsitzenden Herrn Gerhard Seuberth und Herrmann Paulus, den Vorsitzenden des Fördervereins Jürgen Gilch sowie die zu ehrenden Jubilare.

Weiterhin begrüßte Hösl stellvertretenden Landrat Albert Nickl sowie die beiden Schirmherren Werner Walberer, Bürgermeister der Stadt Pressath, und Ehrenschirmherr MdL Dr. Stephan Oetzinger. Hösl bedankte sich im Namen des Vereins für deren spontane Zusage.

Sein Gruß galt auch Stadtpfarrer Edmund Prechtl, den Stadträten Birgit Baller, Susanne Reithmayer, Stefan Dippl und Martin Schmidt sowie den Bürgermeistern Thorsten Hallmann (Schwarzenbach) und Peter Lehr (Eschenbach). Sehr erfreut begrüßte Hösl auch die Vertreter des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) Kreisspielleiter Albert Kellner und Kreisschiedsrichterobmann Willi Hirsch sowie den Kreisvorsitzenden des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) Ernst Werner.

Ein weiter Gruß galt dem Patenverein TSV Pressath, den Vertretern der örtlichen Vereine Musikkapelle Dießfurt, Freunde der Musikkapelle Dießfurt und der FFW Dießfurt und den Mitgliedsvereinen in der Jugendfördergemeinschaft (JFG) Haidenaabtal SV Grafenwöhr, TSV Pressath und SC Schwarzenbach.

Für einen Moment der Stille erhob man sich von den Plätzen und gedachte aller verstorbenen Kameraden.

In seiner Festrede lenkte der 2. Vorsitzende mit einer sehenswerten PowerPoint-Präsentation den Blick auf die 70jährige Vereinsgeschichte und die wesentlichen Ereignisse und Leistungen während dieses Zeitraums. Außerdem konnten die Besucher im Nebenraum an überdimensionalen Plakatständern die rege Vereinsgeschichte nachvollziehen.

Am 10. Mai 1949 - es war immer noch eine schwere Zeit mit vielen Entbehrungen nach den Kriegsjahren - fassten 35 mutige und fußballbegeisterte Bürger aus Dießfurt und Umgebung den Entschluß, einen Fußballverein zu gründen; zur gleichen Zeit wie die Bundesrepublik. Sie wollten der Jugend wieder eine sinnvolle Beschäftigung mit Sport bieten.

Hösl stellte bei seiner Betrachtung der FC-Historie auch die Frage für den Grund dieser Erfolgsgeschichte sowohl im sportlichen wie auch gesellschaftlichen Bereich. Er hatte dazu die einfache Antwort parat: Weil alle bisherigen Vorstandschaften das gleiche Ziel verfolgten, kontinuierlich bleibende Werte geschaffen haben und sportlich mit dem möglichen zufrieden waren; Kameradschaft und Idealismus seien dabei immer die Eckpunkte gewesen.

Als gemeinnütziger Verein ist der FC Dießfurt dem Breitensport verpflichtet und bietet Menschen beinahe jeder Altersklasse die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft in verschiedenen Sportarten nachzugehen. Natürlich steht hier besonders der Fußball im Mittelpunkt. Nach wie vor nehmen im Seniorenbereich drei Mannschaften (1. und 2. Mannschaft sowie Alte Herren) in rot-weißen Trikots am Spielbetrieb teil. Des Weiteren ist der FC seit 2010 Teil einer Jugendfördergemeinschaft, der JFG Haidenaabtal. So können auch schon die Kinder und Jugendlichen dem runden Leder nachjagen und finden in ihrer Freizeit Abwechslung zum Alltag in Schule oder Ausbildung. Abseits vom Fußball bietet der Verein aber auch anderen Sportlern eine Heimat. Beispielsweise besteht bereits seit 1986 eine Damengymnastikgruppe, die sich wöchentlich im Sportheim zu ihren Einheiten trifft. In den letzten Jahren ist darüber hinaus von engagierten Mitgliedern, der steigenden Beliebtheit der Sportart folgend, noch eine Dart-Mannschaft aufgebaut worden. Mehrere Aufstiege in Folge und stetig steigendes Zuschauerinteresse lassen auch hier auf eine weiterhin positive Entwicklung hoffen.

Mit Stolz ging Hösl auf die sportlichen Fakten ein: Seit über 40 Jahren spiele der FC Dießfurt nun in der Kreisliga - bis 1998 A-Klasse - und ist somit dienstältester Verein in der höchsten Liga auf Kreisebene. Sogar ein Ausflug in die Bezirksliga in den neunziger Jahren gelang dem FC. Dieser Erfolg sei das Ergebnis konsequenter Nachwuchsarbeit, unterstrich der Vorsitzende.

Hösl erwähnte auch die wichtigsten Daten der FC-Erfolgsgeschichte: die Fahnenweihe 1960; mehrere Sportplätze mussten danach errichtet werden; ein Meilenstein war die Einweihung des noch heute bestehenden Sportgeländes (1968); Sportheimbau von 1971 - 79.

Ausdrücklich würdigte der Vorsitzende auch seine Vorgänger; „sie haben den Weg zum heutigen FC gebahnt." Dank an alle, die dabei waren! Ihr Einsatz hat unendlich viel zur Entwicklung und zum Ansehen unseres Vereins beigetragen", sagte Hösl unter Beifall.

Bei allen sportlichen Erfolgen des FC Dießfurt in Vergangenheit, Gegenwart und hoffentlich auch in der Zukunft darf jedoch nicht vergessen werden, dass diese zuallererst auch auf dem unermüdlichen Einsatz jener Vereinsmitglieder beruhen, die sich, oftmals im Hintergrund und daher wenig gewürdigt, um all das kümmern, was für den Fortbestand eines Vereins abseits des rein Sportlichen unerlässlich ist. Ohne diese Vielzahl an freiwilligen Helfern wären sowohl die Instandhaltung der Gebäude und Anlagen als auch der Betrieb des Sportheims sowie die Veranstaltung von Festlichkeiten nicht möglich. Kurzum: Das aktive Vereinsleben des FC steht und fällt im Wesentlichen mit der Einsatzbereitschaft seiner Mitglieder. Dies gilt umso mehr in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen zu ehrenamtlicher Tätigkeit entschließen. Zu hoffen bleibt daher, dass der FC mit seinen Mitgliedern und Unterstützern auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ein Vorbild an Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung, Einsatzbereitschaft und Verantwortungs-bewusstsein sein kann. Nur mit diesen Tugenden ist ein Fortschreiben der Erfolgsgeschichte des „Dorfvereins“ FC Dießfurt möglich.

Abschließend sagte der Vorsitzende: „Wenn wir, die Verantwortlichen der Gegenwart und die der Zukunft, den Weg so fortsetzen wie es uns unsere Vorgänger vorgemacht haben, braucht uns um die Zukunft des FC Dießfurt nicht bange sein.

In seinem Grußwort bezeichnete es Bürgermeister Werner Walberer als besondere Ehre, zu diesem Jubiläum die Schirmherrschaft angetragen bekommen zu haben. An die Verantwortlichen des Vereins sprach er den Dank der Verwaltungsgemeinschaft aus, für deren Arbeit für den Sport und die Allgemeinheit. Walberer bescheinigte dem Fußball-Club außerordentliches Engagement von Verantwortlichen und Vereinsmitgliedern. Besonders lobte der Schirmherr die Jugendarbeit des FC und das Engagement im gesellschaftlichen Bereich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Die Kontinuität in den Führungspositionen sehe er als einen Garanten für die erfolgreiche Arbeit und die stetig positive Entwicklung des FC an. Man müsse stolz auf die Männer und Frauen sein, die den Verein  geprägt haben. Dieses Jubiläum solle für den FC aber auch Motivation für die Zukunft sein; dem Fest wünschte er viel Erfolg und einen harmonischen Verlauf; allen Gästen fröhliche Stunden.

Auch stellvertretender Landrat Albert Nickl gratulierte zum Jubiläum. Er bezeichnete den FC als Verein, der in der Gründerzeit von Pioniergeist lebte, der auch heute noch spürbar ist. Sich engagieren und Verantwortung zu übernehmen, sei heute selten geworden. Daher gelte den ehrenamtlich Tätigen, die ihre Freizeit opfern, um anderen das Sporttreiben zu ermöglichen, größte Anerkennung. Diese Voraussetzungen seien beim FC Dießfurt gegeben. Wie er formulierte, würden die Mitarbeiter im Verein, angefangen von Betreuern und Trainern bis zu Vorstandsmitgliedern den Erfolg der Aktiven erst möglich machen. Beim FC Dießfurt sei es immer vorwärts gegangen, weil die richtigen Leute angepackt haben. Daher sei er überzeugt, dass der FC auch in Zukunft eine beachtenswerte Rolle spielen werde. 

Die Grüße vom Bayerischen Fußball-Verband überbrachte der Vorsitzende des Fußballkreises Weiden-Amberg, Kreisspielleiter Albert Kellner. Er überreichte an Henry Schraml gleich zwei Spielbälle, da ja der FC lobenswert einer der wenigen Vereine sei, der noch zwei Seniorenmannschaften im Spielbetrieb habe.

Diesen Worten schloss sich auch Kreisschiedsrichterobmann Willi Hirsch an.

Ernst Werner freute es ganz besonders an diesem Jubiläum teilnehmen zu dürfen, da er als Sportlehrer an der Schule in Pressath unter anderem den 2. Vorsitzenden Tobias Hösl und viele weitere Dießfurter Fußballer unterrichtete.

Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Oetzinger zollte dem FC Dießfurt Respekt nicht nur durch seine verwandtschaftliche Beziehung für eine prächtige Entwicklung. Er verdeutlichte die Bedeutung von Vereinen wie dem FC.

Mit dem Hinweis auf die erstellte Festschrift und dem Dank an alle Inserenten sowie an die Funktionäre und Mitarbeiter, die den FC Dießfurt in den zurückliegenden 70 Jahren unterstützt haben, beschloss Hösl den offiziellen Teil.