In 70 Jahren Vorbildliches geleistet - großer Kommersabend mit Ehrungen

Kommersabend

Mit einem informativen Festabend eröffnete der Fußball-Clubs Dießfurt seine Feierlichkeiten anlässlich seines 70jährigen Bestehens. Der Festkommers verlief mit Grußworten, Festreden und Ehrungen in einem feierlichen Rahmen.

Der vereinsinterne Höhepunkt zur 70-Jahr-Feier des Fußball-Clubs war in erster Linie den langjährigen und treuen Mitgliedern gewidmet. Viele von ihnen waren einst aktive Fußballer und haben durch herausragende Leistungen als Spieler oder Funktionär dazu beigetragen, was der Verein heute darstellt. Neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern fand sich am vergangenen Freitag auch Prominenz aus Sport, Wirtschaft, Politik und Vereinen im Sportheim ein, um den "Geburtstag" des Dießfurter Fußball-Clubs mitzufeiern. Ein würdiger Rahmen für ein Ergebnis, dem in der Geschichte des FC und der ehemaligen Gemeinde Dießfurt ein hoher Stellenwert eingeräumt werden muss.

Zweiter Vorsitzender Tobias Hösl hieß zunächst alle Anwesenden, Mitglieder und Freunde des FC Dießfurt herzlich willkommen. Ganz besonders begrüßte er die Gründungs- und Ehrenmitglieder Dagmar Flessa, Josef Holzer, Josef Kellner, Xaver Kellner, Max Lorenz, Josef Römisch und Hans Schäffler, die Ehrenvorsitzenden Herrn Gerhard Seuberth und Herrmann Paulus, den Vorsitzenden des Fördervereins Jürgen Gilch sowie die zu ehrenden Jubilare.

Weiterhin begrüßte Hösl stellvertretenden Landrat Albert Nickl sowie die beiden Schirmherren Werner Walberer, Bürgermeister der Stadt Pressath, und Ehrenschirmherr MdL Dr. Stephan Oetzinger. Hösl bedankte sich im Namen des Vereins für deren spontane Zusage.

Sein Gruß galt auch Stadtpfarrer Edmund Prechtl, den Stadträten Birgit Baller, Susanne Reithmayer, Stefan Dippl und Martin Schmidt sowie den Bürgermeistern Thorsten Hallmann (Schwarzenbach) und Peter Lehr (Eschenbach). Sehr erfreut begrüßte Hösl auch die Vertreter des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) Kreisspielleiter Albert Kellner und Kreisschiedsrichterobmann Willi Hirsch sowie den Kreisvorsitzenden des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) Ernst Werner.

Ein weiter Gruß galt dem Patenverein TSV Pressath, den Vertretern der örtlichen Vereine Musikkapelle Dießfurt, Freunde der Musikkapelle Dießfurt und der FFW Dießfurt und den Mitgliedsvereinen in der Jugendfördergemeinschaft (JFG) Haidenaabtal SV Grafenwöhr, TSV Pressath und SC Schwarzenbach.

Für einen Moment der Stille erhob man sich von den Plätzen und gedachte aller verstorbenen Kameraden.

In seiner Festrede lenkte der 2. Vorsitzende mit einer sehenswerten PowerPoint-Präsentation den Blick auf die 70jährige Vereinsgeschichte und die wesentlichen Ereignisse und Leistungen während dieses Zeitraums. Außerdem konnten die Besucher im Nebenraum an überdimensionalen Plakatständern die rege Vereinsgeschichte nachvollziehen.

Am 10. Mai 1949 - es war immer noch eine schwere Zeit mit vielen Entbehrungen nach den Kriegsjahren - fassten 35 mutige und fußballbegeisterte Bürger aus Dießfurt und Umgebung den Entschluß, einen Fußballverein zu gründen; zur gleichen Zeit wie die Bundesrepublik. Sie wollten der Jugend wieder eine sinnvolle Beschäftigung mit Sport bieten.

Hösl stellte bei seiner Betrachtung der FC-Historie auch die Frage für den Grund dieser Erfolgsgeschichte sowohl im sportlichen wie auch gesellschaftlichen Bereich. Er hatte dazu die einfache Antwort parat: Weil alle bisherigen Vorstandschaften das gleiche Ziel verfolgten, kontinuierlich bleibende Werte geschaffen haben und sportlich mit dem möglichen zufrieden waren; Kameradschaft und Idealismus seien dabei immer die Eckpunkte gewesen.

Als gemeinnütziger Verein ist der FC Dießfurt dem Breitensport verpflichtet und bietet Menschen beinahe jeder Altersklasse die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft in verschiedenen Sportarten nachzugehen. Natürlich steht hier besonders der Fußball im Mittelpunkt. Nach wie vor nehmen im Seniorenbereich drei Mannschaften (1. und 2. Mannschaft sowie Alte Herren) in rot-weißen Trikots am Spielbetrieb teil. Des Weiteren ist der FC seit 2010 Teil einer Jugendfördergemeinschaft, der JFG Haidenaabtal. So können auch schon die Kinder und Jugendlichen dem runden Leder nachjagen und finden in ihrer Freizeit Abwechslung zum Alltag in Schule oder Ausbildung. Abseits vom Fußball bietet der Verein aber auch anderen Sportlern eine Heimat. Beispielsweise besteht bereits seit 1986 eine Damengymnastikgruppe, die sich wöchentlich im Sportheim zu ihren Einheiten trifft. In den letzten Jahren ist darüber hinaus von engagierten Mitgliedern, der steigenden Beliebtheit der Sportart folgend, noch eine Dart-Mannschaft aufgebaut worden. Mehrere Aufstiege in Folge und stetig steigendes Zuschauerinteresse lassen auch hier auf eine weiterhin positive Entwicklung hoffen.

Mit Stolz ging Hösl auf die sportlichen Fakten ein: Seit über 40 Jahren spiele der FC Dießfurt nun in der Kreisliga - bis 1998 A-Klasse - und ist somit dienstältester Verein in der höchsten Liga auf Kreisebene. Sogar ein Ausflug in die Bezirksliga in den neunziger Jahren gelang dem FC. Dieser Erfolg sei das Ergebnis konsequenter Nachwuchsarbeit, unterstrich der Vorsitzende.

Hösl erwähnte auch die wichtigsten Daten der FC-Erfolgsgeschichte: die Fahnenweihe 1960; mehrere Sportplätze mussten danach errichtet werden; ein Meilenstein war die Einweihung des noch heute bestehenden Sportgeländes (1968); Sportheimbau von 1971 - 79.

Ausdrücklich würdigte der Vorsitzende auch seine Vorgänger; „sie haben den Weg zum heutigen FC gebahnt." Dank an alle, die dabei waren! Ihr Einsatz hat unendlich viel zur Entwicklung und zum Ansehen unseres Vereins beigetragen", sagte Hösl unter Beifall.

Bei allen sportlichen Erfolgen des FC Dießfurt in Vergangenheit, Gegenwart und hoffentlich auch in der Zukunft darf jedoch nicht vergessen werden, dass diese zuallererst auch auf dem unermüdlichen Einsatz jener Vereinsmitglieder beruhen, die sich, oftmals im Hintergrund und daher wenig gewürdigt, um all das kümmern, was für den Fortbestand eines Vereins abseits des rein Sportlichen unerlässlich ist. Ohne diese Vielzahl an freiwilligen Helfern wären sowohl die Instandhaltung der Gebäude und Anlagen als auch der Betrieb des Sportheims sowie die Veranstaltung von Festlichkeiten nicht möglich. Kurzum: Das aktive Vereinsleben des FC steht und fällt im Wesentlichen mit der Einsatzbereitschaft seiner Mitglieder. Dies gilt umso mehr in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen zu ehrenamtlicher Tätigkeit entschließen. Zu hoffen bleibt daher, dass der FC mit seinen Mitgliedern und Unterstützern auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ein Vorbild an Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung, Einsatzbereitschaft und Verantwortungs-bewusstsein sein kann. Nur mit diesen Tugenden ist ein Fortschreiben der Erfolgsgeschichte des „Dorfvereins“ FC Dießfurt möglich.

Abschließend sagte der Vorsitzende: „Wenn wir, die Verantwortlichen der Gegenwart und die der Zukunft, den Weg so fortsetzen wie es uns unsere Vorgänger vorgemacht haben, braucht uns um die Zukunft des FC Dießfurt nicht bange sein.

In seinem Grußwort bezeichnete es Bürgermeister Werner Walberer als besondere Ehre, zu diesem Jubiläum die Schirmherrschaft angetragen bekommen zu haben. An die Verantwortlichen des Vereins sprach er den Dank der Verwaltungsgemeinschaft aus, für deren Arbeit für den Sport und die Allgemeinheit. Walberer bescheinigte dem Fußball-Club außerordentliches Engagement von Verantwortlichen und Vereinsmitgliedern. Besonders lobte der Schirmherr die Jugendarbeit des FC und das Engagement im gesellschaftlichen Bereich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Die Kontinuität in den Führungspositionen sehe er als einen Garanten für die erfolgreiche Arbeit und die stetig positive Entwicklung des FC an. Man müsse stolz auf die Männer und Frauen sein, die den Verein  geprägt haben. Dieses Jubiläum solle für den FC aber auch Motivation für die Zukunft sein; dem Fest wünschte er viel Erfolg und einen harmonischen Verlauf; allen Gästen fröhliche Stunden.

Auch stellvertretender Landrat Albert Nickl gratulierte zum Jubiläum. Er bezeichnete den FC als Verein, der in der Gründerzeit von Pioniergeist lebte, der auch heute noch spürbar ist. Sich engagieren und Verantwortung zu übernehmen, sei heute selten geworden. Daher gelte den ehrenamtlich Tätigen, die ihre Freizeit opfern, um anderen das Sporttreiben zu ermöglichen, größte Anerkennung. Diese Voraussetzungen seien beim FC Dießfurt gegeben. Wie er formulierte, würden die Mitarbeiter im Verein, angefangen von Betreuern und Trainern bis zu Vorstandsmitgliedern den Erfolg der Aktiven erst möglich machen. Beim FC Dießfurt sei es immer vorwärts gegangen, weil die richtigen Leute angepackt haben. Daher sei er überzeugt, dass der FC auch in Zukunft eine beachtenswerte Rolle spielen werde. 

Die Grüße vom Bayerischen Fußball-Verband überbrachte der Vorsitzende des Fußballkreises Weiden-Amberg, Kreisspielleiter Albert Kellner. Er überreichte an Henry Schraml gleich zwei Spielbälle, da ja der FC lobenswert einer der wenigen Vereine sei, der noch zwei Seniorenmannschaften im Spielbetrieb habe.

Diesen Worten schloss sich auch Kreisschiedsrichterobmann Willi Hirsch an.

Ernst Werner freute es ganz besonders an diesem Jubiläum teilnehmen zu dürfen, da er als Sportlehrer an der Schule in Pressath unter anderem den 2. Vorsitzenden Tobias Hösl und viele weitere Dießfurter Fußballer unterrichtete.

Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Oetzinger zollte dem FC Dießfurt Respekt nicht nur durch seine verwandtschaftliche Beziehung für eine prächtige Entwicklung. Er verdeutlichte die Bedeutung von Vereinen wie dem FC.

Mit dem Hinweis auf die erstellte Festschrift und dem Dank an alle Inserenten sowie an die Funktionäre und Mitarbeiter, die den FC Dießfurt in den zurückliegenden 70 Jahren unterstützt haben, beschloss Hösl den offiziellen Teil.

 


Ehrungen am Kommersabend

Ehrungen

Hauptanliegen des Vereins war es, treue Mitglieder auszuzeichnen. Vorsitzender Norbert Flessa und Ehrenamtsbeauftragter Stefan Kallmeier nahmen die Ehrungen vor. Für 25-jährige Mitgliedschaft konnten Elfriede Wagner und Franz Kraus geehrt werden. 40 Jahre sind dabei Siegfried Schupfner, Walter Spiegel und Gerhard Reichl.

Die goldene Ehrennadel mit Lorbeerkranz erhielten für 50-jährige Zugehörigkeit Alfred Meiler, Franziska Rodler und Gerhard Haas. Die goldene Ehrennadel mit Lorbeerkranz für 60-jährige Vereinszugehörigkeit erhielt Josef Bergler. Besonders geehrt wurden die Gründungsmitglieder Josef Holzer, Josef Kellner, Xaver Kellner, Max Lorenz, Hans Römisch und Josef Römisch. Ihnen wurde die goldene Ehrennadel mit Lorbeerkranz für 70-jährige Vereinszugehörigkeit überreicht.

Zudem wurde Erhard Walberer zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Kallmeier hielt die Laudatio. "Als er 1992 Mitglied beim FC Dießfurt wurde, hat er noch nicht gewusst, wie sehr er die Vereinschronik mitgestalten würde", sagte er. Walberers Karriere beim FC begann mit einer zweijährigen Amtszeit als Beisitzer, bevor er an die Spitze des Vereins aufstieg und den Posten des Vorsitzenden übernahm. Von 2008 bis 2014 lenkte Walberer dann sechs Jahre lang die Geschicke des FC und setzte Akzente, die noch lange Zeit nachwirken werden. Unter seiner Regie konnte aus dem Jubiläumsfest zum 60. Bestehen des Vereins eine Veranstaltung ausgegliedert werden, die sich über die Jahre hinweg zu einer der größten und populärsten Beachpartys der gesamten Region entwickelte. Für das alles gebühre Walberer Dank und Ehre.

 


Nachtwandler in Dießfurt

Kinderwanderung Förderverein

Mit einer Nachtwanderung startete der Förderverein für Jugendarbeit des FC Dießfurt sein Jahresprogramm. Bei Einbruch der Dämmerung ging es am Sportheim mit Fackeln, Knicklichtern und Taschenlampen los.

Selbst schlechtes Wetter machte den Dießfurtern nichts aus: Die Nachtwanderung war auch 2019 ein Erfolg!

„Die Kinder hatten natürlich am meisten Spaß“, so das Fazit der Verantwortlichen. Am Sportheim wurden die Kinder und ihre Begleiter schon von lodernden und wärmenden Feuerstellen erwartet. Müdigkeit? Nicht bei den Kindern! Sie machten sich begeistert daran Stockbrot und Marshmallow über den Flammen zu grillen – außerdem gab es noch Bratwurst vom Grill.

Mit gemeinsamen Spielen und guter Gesellschaft ließen die Dießfurter den Abend ausklingen. Da konnte auch das schlechte Wetter niemandem die Laune vermiesen.

 


Die Jugend Unterstützen!

Förderverein Vorstandschaft

Bisheriger Vorstand des Fördervereins des FC Dießfurt wiedergewählt

Der Förderverein des FC Dießfurt hat seinen Vorstand unter der Leitung von Erhard Walberer neu gewählt. Zu aller Zufriedenheit erklärte sich der bisherige Vorstand bei der Mitgliederversammlung dazu bereit, seine Aufgaben für eine weitere Periode fortzuführen. Walberer dankte für das Engagement und wünschte den Verantwortlichen für die Zukunft weiterhin eine gute Hand bei deren Entscheidungen.

"Maßgabe des Fördervereins ist ja in erster Linie, den Jugendbereich des FC Dießfurt zu unterstützen", betonte Vorsitzender Jürgen Gilch. Das sei in finanzieller Hinsicht dank der Erlöse aus Johannisfeuer, "FC-Bladl", Mitgliedsbeiträgen und Spenden möglich. Ebenso erwähnenswert sei, dass Nachtwanderung, Johannisfeuer und Entenrennen mittlerweile sehr beliebt seien und den Kindern viel Freude bereiteten.

Rudi Fischer verlas das Protokoll der letzten Versammlung. Kassier Siegbert Brüderer vermeldete einen positiven Kassenstand. Henry Schraml hatte die Kasse geprüft und bestätigte eine tadellose Buchführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Gilch stellte fest, dass der Förderverein anhand der erwirtschafteten Zahlen mit seiner Arbeit mehr als zufrieden sein könne.

Auf Vorschlag von Alex Schick werde am 13. Juli ein Flohmarkt von Kindern für Kinder organisiert. Zuletzt dankte Gilch den Mitgliedern, Spendern und Helfern, die mit ihren Beiträgen die Arbeit des Vereins ermöglichen. Aktuell habe der Verein 28 Mitglieder. Eine Gedenkminute galt den verstorbenen Mitgliedern.